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| Das vollständige Entsalzen einer Wand oder eines Gebäudes ist nur theoretisch möglich, da viel zu aufwendig bzw. in vielen Fällen technisch nicht durchführbar. Deshalb muß man die in der Praxis ausführbaren Methoden wählen. Zunächst sind soweit wie möglich die salzbelasteten äußeren Schichten von Bauteilen mechanisch zu entfernen -Putz abschlagen und Mörtelfugen auskratzen-. Die folgenden Methoden der chem. Salzbehandlung bestehen darin, daß man die Löslichkeit von Salzen in Wasser bzw. den Wassertransport selbst beeinflußt. Lösliche Sulfate und Choride können in schwerlösliche Verbindungen umgewandelt werden. Bei zusätzlichem Vorhandensein von Nitraten wird anschließend durch eine Behandlung mit festigenden und hydrophobierenden Substanzen die Wanderungsfähigkeit der Nitratverbindungen eingeschränkt. Unmittelbar nach dieser Behandlung erfolgt der Auftrag der weiteren Schichten (ggf. Grundputz zum Ausgleich, ggf. Dichtungsschlämme, abschließend Spritzbewurf und Sanierputz).
Der Putz - Grundputz und auch nachfolgender Sanierputz - leisten einen wesentlichen Beitrag zur Salzbeständigkeit. Grund dafür sind die Eigenschaften, die sich aus der Beschaffenheit der Putz ergeben: Durch große Kugelporen können noch verbleibende Salze kristallisieren, ohne daß die Poren gesprengt werden, und durch die porenhydrophobe Einstellung des Putzsystems kann viel Wasser aufgenommen und wieder abgegeben werden, ohne daß der Putz geschädigt wird. |
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