Schimmelpilzbehandlung in Hohlräumen

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Schimmelpilz-Sanierung mit Spezialverfahren

Voraussetzung für die erfolgreiche Sanierung ist das Ermitteln und Abstellen der Feuchtigkeitsquellen.

Die Sanierung eines Schimmelpilzbefalls erfordert regelmäßig das Öffnen der Hohlräume sowie die mechanische Entfernung der Pilze selbst und der pilzbefallenen Materialien.


Bei bestimmten pilzkontaminierten Hohlräumen reicht es aus, die Hohlräume lediglich anzubohren und mit einem geeigneten Schutzmittel auszuschäumen. Der Schutzmittelschaum kollabiert nach einiger Zeit und hinterläßt im Hohlraum allseitig einen dünnen Film, der über die Bindemittelkomponente den Schimmelrasen mechanisch bindet und über die Biozid-Komponente das Pilzgewebe und auskeimende Sporen abtötet. Sind alle befallenen Oberflächen erreichbar, kann auch im Spritzverfahren gearbeitet werden.


Das einzusetzende Schutzmittel setzt sich wie folgt zusammen:

  • ein schimmelpilzwidriges Biozid
  • Filmbildner
  • Schaumbildner
  • ein Indikatorfarbstoff (optional)
  • wasserbasiert

Filmbildner, Tenside und Indikatorfarbstoffe stellen rein formulierungstechnische Details dar, über die die gewünschten Schaumeigenschaften ganz gezielt eingestellt werden. Zugunsten der toxikologischen Unbedenklichkeit wird auf den Einsatz hochwirksamer Biozide verzichtet. Für den beabsichtigten Zweck reichen auch weniger schnell wirkende Biozide aus, da das Hauptziel die Einbindung der allergen wirkenden Biomasse der Schimmelpilze ist.


In der praktischen Ausführung können so auch Hohlräume erreicht werden, die ansonsten erheblichen Aus- und Einbauaufwand erfordern.

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Wissensch.- techn. Arbeitsgemeinsch. f. Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege

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