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Holzschädlinge

Schäden an verbauten Holz durch Tiere werden fast ausschließlich durch Insekten verursacht. Schädlinge im Holz können dabei besonders langfristig große Schäden verursachen. Die Insekten durchlaufen bei ihrer Entwicklung mehrere Stadien. Es wird dabei zwischen der unvollkommenen Verwandlung (Metamorphose) mit den Stadien Ei - Larve - Vollinsekt und der vollkommenen Verwandlung mit den Stadien Ei - Larve - Puppe - Vollinsekt unterschieden.

Die Entwicklungszeit vom Ei bis zum Vollinsekt ist bei den einzelnen holzzerstörenden Insekten unterschiedlich lang. Das Ei-, Puppen- und Imaginalstadium sind jeweils meistens recht kurz (wenige Tage bis Wochen), während das Larvenstadium die längste Zeit in Anspruch nimmt. Ungünstige Umweltbedingungen und geringer Nährstoffgehalt des Holzes können die Regelzeit der Larvenentwicklung um Jahre hinauszögern. Bis auf wenige Ausnahmen verursachen also die Larven den Hauptschaden am Holz.

Die Larven durchziehen nagend das Holz und hinterlassen die teilweise mit einem Gemisch aus Fraß- oder Bohrmehl, Nagespänen und Kotteilchen gefüllten Fraßgänge. Das folgende Puppenstadium ist ein Ruhestadium, währenddessen keine Nahrung mehr aufgenommen wird. Aus den Puppen schlüpfen schließlich die fertig ausgebildeten Insekten, verlassen das Holzinnere durch die sogenannten Ausfluglöcher und paaren sich. Kurz darauf erfolgt dann die Eiablage unter Rindenschuppen, in Risse oder Spalten, in alte Ausfluglöcher oder in die Gefäße (Poren) des Holzes.

Hausbock, Holzwurm und weitere Schädlinge

Frischholzinsekten befallen lebende Bäume oder frisch gefällte Stämme und kommen nur gelegentlich beim Einbau frischer Bauhölzer in Gebäude. Nach Austrocknung des Holzes entfallen die geeigneten Lebensbedingungen, sodass keine nennenswerten Schäden am verbauten Holz entstehen. Bestimmte Arten (wie die Holzwespen) können zwar im abgetrockneten Holz ihre Entwicklung abschließen, ein weiterer Befall ist aber ausgeschlossen.

Trockenholzinsekten befallen dagegen das lufttrockene Bau- und Werkholz und bleiben viele Generationen hindurch in demselben Holz bis zu seiner völligen Zerstörung tätig. Die wichtigsten Insektenarten, die das trockene Holz als Nahrungsquelle erschlossen haben, sind der Hausbockkäfer (Hylotrupes bajulus), verschiedene Nagekäfer (Anobiidae) - zu denen auch der sogenannte "Holzwurm" gehört - und die Splintholzkäfer (Lyctuskäfer). Die in südlichen, besonders tropischen Ländern gefürchteten Termiten spielen in unserem Klimagebiet praktisch keine Rolle.

Holzschädlinge im Haus oder in Möbeln

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Haus oder ein Möbelstück von Holzschädlingen befallen ist, sprechen Sie uns an. Wir prüfen, ob es sich tatsächlich um einen Befall handelt und stellen fest, welches Insekt Ihr Holz zerstört. Auf Wunsch setzen wir dann auch die entsprechenden Gegenaßnahmen wie zum Beispiel eine Begasung oder Möbelbegasung um. Sprechen Sie uns an!

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