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Schädliche Salze im Mauerwerk

Was sind bauschädliche Salze und wie kommen sie in die Wände? Bauschädliche Salze sind u.a. dadurch gekennzeichnet, daß sie in Wasser leicht löslich sind. Sie werden durch den Wasserkreislauf in die Baustoffe transportiert und sorgen dann oft durch ihre hygroskopische Wasseraufnahmefähigkeit für weitere Durchfeuchtung. Die wichtigsten bauschädlichen Salze sind:

  • Sulfate
  • Chloride
  • Nitrate
  • Carbonate

Viele Baustoffe enthalten sog. Eigensalze, also Salze, die bereits von Natur aus vorliegen. Für die Betrachtung bauschädlicher Salze sind jedoch die Fremdsalze entscheidend. Ihre Bildung bzw. Anreicherung erfolgt im wesentlichen durch zwei Wege:

  • Schwefelsäure infolge von Schwefeldioxid- bzw. Schwefeltrioxid-Immissionen führt zu Korrosionen an kalkhaltigen Baustoffen (u.a. Bildung von Calciumsulfat).
  • Eine entscheidende Rolle kommt den Salzen zu, die über den wasserberührten Teil von Bauwerken angereichert werden. Hier handelt es sich um Salze, die entweder im Boden vorkommen oder über Düngung und/oder Tausalzstreuung ausgebracht werden. Die Aufnahme in den Baustoff erfolgt dann über kapillare Aufnahme (u.a. aufsteigende Feuchte bei nicht funktionierender Horizontalabdichtung).

Was bewirken bauschädliche Salze?

Die Hauptschadenswirkung von bauschädlichen Salzen besteht in der Zermürbung des Baustoffes infolge der Auswirkungen der Kristallisation und der Hydratation. Bei der Kristallisation von Salzen -wenn sich übersättigte Salzlösungen in den Kapillarräumen befinden- und bei der Hydratation -Einlagerung von Wasser in das Kristallgitter bei der Kristallisation bzw. in bestimmten Temperaturbereichen- kommt es zur spontanen Volumenvergrößerung.

Dies bedeutet eine Sprengwirkung ähnlich der bei Frost zu beobachtenden Volumenvergrößerung in den Poren und damit kommt es zu der Zermürbung des Baustoffes.

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