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Holzergänzung

In besonderen Fällen – wie z.B. der Notwendigkeit, die vorhandenen Dimensionen zu erhalten – gibt es die Möglichkeit, Holzteile sowohl nur kosmetisch als auch statisch wirksam zu ergänzen.

Dabei bedient man sich einer Kombination von sogenannter Holzersatzmasse und ggf. einer statischen Innenkonstruktion. Die Holzersatzmasse muß bestimmte Eigenschaften aufweisen, damit nicht durch die Holzergänzung bereits weitere Probleme auftauchen können. So ist es u.a. notwendig, dass die Holzersatzmasse in etwa mit Holz vergleichbare Festigkeiten hat und ähnlich Diffusionseigenschaften besitzt, um Kondenswasserbildung an den Grenzflächen zu vermeiden. Auch die Eindringfähigkeit in marodes und noch festes Holz ist entscheidend für die Eignung als Ergänzungs- bzw. Verfestigungsmaterial.

Hinsichtlich ggf. erforderlicher Statik werden Stahl- oder Kohlenstoffkonstruktionen gewählt. Dabei ist entscheidend, welche Kräfte auf die Konstruktion wirken. Entsprechend wird die Art der statischen Behandlung gewählt.

Bei der Sanierung wird die Holzersatzmasse sowohl in pastöser Form (zum Verschließen der Spalten bzw. Risse), als auch in flüssiger Form (zum Verpressen) verwendet. In vielen Fällen, vor allem, wenn bereits in erheblichem Umfang Holz fehlt, wird mit Hilfe von Spezialschalungen die ursprüngliche und somit wieder herzustellende Dimension des Holzbalkens vorgegeben.

Als abschließende Behandlung sind spezielle Farbangleichungen und ggf. Strukturanpassungen möglich, um den Balken bzw. Balkenkopf in die vorhanden Umgebung optimal einzugliedern. Im oben gezeigten Beispiel ist es nach Beimauerung nicht mehr möglich, den Unterschied von künstlich ergänztem und noch vorhandenem Originalholz zu sehen. 

Insbesondere in denkmalgeschützten Gebäuden bestehen durch diese Technik hervorragende Möglichkeiten zur Sanierung ohne sonst notwendige zusätzliche Statik.

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