Innovation und Tradition seit 1907

Fliegen

Schmeißfliegen

Schmeißfliegen (verschiedene Arten, z.B. Goldfliegen) legen ihre Eier in der Regel an kleinen Kadavern (Ratte, Maus, Vogel etc.) ab. Vor dem Verpuppen verlassen die Maden das Fraßsubstrat und versuchen, sich im Erdboden einzugraben. Die Wanderrichtung der verpuppungsreifen Maden ist immer abwärts gerichtet, sodass man bei dem Befallsherd, der sich im Dachbodenbereich oder einer Zwischendecke befindet, mit dem Einwandern der Maden in darunterliegende Räume rechnen muss. Wir raten, nach einem solchen Kadaver zu suchen und diesen dann zu entfernen, damit der Nachschub an Maden unterbunden wird.

Halmfliege

Bei den Fliegen, die in Frühjahr und Herbst massenhaft im Außenbereich - speziell auf Balkonen und an hellen Fassadenflächen - auftreten, handelt es sich um eine zu den Buckelfliegen gehörende Art der Halmfliege Thamatomyia notata. Die Fliegen überwintern gesellig in bestimmten Gebäuden und treten dabei zweimal im Jahr lästig in Erscheinung. Einmal im Herbst zwischen August und Oktober, wenn sie zur Winterruhe anfliegen, und einmal zum Frühjahr um wieder abzufliegen. Die Halmfliegen ernähren sich von Pflanzenresten und Gräsern (z.B. Poa annua oder Lolium perenne). Die Fliegenlarven entwickeln sich in den Halmen der Gräser.

Massenhaftes Auftreten der Insekten wird insbesondere bei Gebäuden in der Nähe von Wiesen und Waldrändern beobachtet und durch vorhandene Kompostierungsanlagen oder Halden mit Pflanzenresten begünstigt. Nach dem Schlüpfen im Herbst konzentrieren sich die erwachsenen Fliegen bei geeigneter Bauweise und Windrichtung an den o.g. Gebäuden und dringen dabei zur Überwinterung in die Häuser ein. Über längere Zeiträume wird von jeder neuen Fliegengeneration dasselbe Winterquartier angeflogen. Man weiß bis heute nicht, was die Fliegen anlockt. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um weibliche Exemplare. In geheizten Räumen gehen sie bei ständiger Aktivität und ohne Nahrung allerdings bald ein. Gegenmaßnahmen: Während der Anflugzeit im Herbst sollten die Fenster geschlossen gehalten werden. Spalten und andere Öffnungen im Rahmen müssen dabei zusätzlich abgedichtet werden. Durch Einbau von Fliegengittern mit kleiner Maschenweite (< 1mm) können die Räume weiterhin gelüftet werden.

Durch Ausbringung von Repellents (Fernhaltemittel) auf Basis höherwertiger Alkohole oder durch Anbringen großflächiger Fliegenfänger lässt sich die Belästigung durch den Anflug der Fliegen in Grenzen halten, wenn auch nicht unterbinden. In unproblematischen Bereichen können Fensterrahmen und nähere Umgebung mit einem Insektizid behandelt werden. Weiterhin sollten die anfallenden Gartenabfälle (geschnittenes Gras, Laub, Äste etc.) an einem Ort gelagert bzw. kompostiert werden, der sich nicht in unmittelbarer Nähe der Anflugflächen befindet, da sich die Fliegen hier stark vermehren bzw. ihre Nahrungsgrundlage finden.

Buckelfliege

Die Larven der Buckelfliegen (Familie der Phordae) entwickeln sich an sehr verschiedenen Stoffen, z. B. Kartoffeln, Gemüse, Pilze, Samen, auch an Aas. Die Larven mancher Art (es gibt davon mehrere Hundert in Mitteleuropa) sind Abfallfresser in Wespen- Hummel- und Ameisennestern. Manche leben auch parasitisch in Rüsselkäfern, Haarmücken, Marienkäfern und Tausendfüßlern.

< zurück zur Übersicht

Römer BioTec® GmbH 2018