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Kleine rotrückige Hausameise

lat.: Lasius brunneus

Die Kleine rotrückige Hausameise ist in ganz Europa verbreitet und in Deutschland an allen Stellen mit Laubgehölzen zu erwarten. Sie nistet sowohl im Freiland, in der Erde und in Bäumen, als auch innerhalb von Gebäuden, wo sie morsche und intakte, nicht vorgeschädigte Balken und andere Holzkonstruktionen besiedelt und aushöhlt.

In der freien Natur werden die Nester häufig in Höhen zwischen 3-22 Metern unter der Borke angelegt. Junge Kolonien haben eine Königin, reifere Nester können mehrere Königinnen in weit verzweigten Nestern haben. Ende Mai bis Anfang August fliegen die geflügelten Geschlechtstiere aus dem Nest, meistens zwischen 05 und 14 Uhr. Die Arbeiterinnen vermeiden freie Flächen und bewegen sich auf Ameisenstraßen, häufig in Spalten oder Ritzen. Die Ernährung erfolgt über Honigtau, unter anderem durch die Betreuung der Großen Eichenrindenlaus.

In neueren Gebäuden kann Lasius brunneus unterhalb des Estrichs in der Dämmung ihre Nester bauen. Hier werden zum Teil auch Hohlräume in Wänden besiedelt. Tritt ein Befall in einem Gebäude auf, so ist dieser üblicherweise erst mit Verzögerung erkennbar. Dies liegt an der versteckten Lebensweise und dem versteckten Nestbau. Neben dem Ausflug der Geschlechtstiere kann ein Befall auch durch einen Auswurf sichtbar werden, in welchem sich Teile von toten Ameisen, sowie nicht mehr benötigtes Nestbaumaterial findet.

In Altbauten trifft man Lasius brunneus häufig in den Decken an. Hier bauen sie ihr Nest entweder direkt in die Balken oder aber in die Schüttung. Auch Balkenköpfe werden von den Ameisen zum Nestbau verwendet. Lasius Brunneus ist in der Lage ungeschädigtes Holz zu bearbeiten, eine Vorschädigung durch holzzerstörende Pilze kann jedoch in keinem Fall ausgeschlossen werden.

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