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Standards und Vorschriften

Jedes Unternehmen hat besondere Ansprüche, was Hygiene und Schädlingsfreiheit betrifft. Zudem gelten im europäischen und deutschen Bereich besondere Regelungen, die berücksichtigt werden müssen. Wir unterstützen Sie gerne bei der Durchführung der Schädlingsprävention in Ihrem Betrieb unter Berücksichtigung der grundsätzlich gültigen, gesetzlichen Vorschriften. Zudem können wir Ihnen, sofern notwendig, die Durchführung nach verschiedenen Standards, wie IFS Food, BRC oder AIB Standard zusichern.

Gesetzliche Vorschriften

Neben verschiedenen EU-Verordnungen, wie unter anderem die Verordnung 178/2002, 852/2004, welche Hygiene-Forderungen aufstellen, existieren andere, nationale Vorschriften, die es ebenfalls zu beachten gilt. Das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFBG) ist hierbei das Dachgesetz der nationalen Vorschriften. Hiernach ist es untersagt Lebensmittel, die für den Verzehr nicht geeignet sind, in den Verkehr zu bringen. Hierzu zählen auch diejenigen Zustände, die „Ekel erregend“ beschaffen sind. Weitergehend zählen auch die Lebensmittel erfasst, die Ekel bei normal empfindenden Menschen auslösen, wenn er Kenntnis von bestimmten Herstellungs- oder Behandlungsverfahren hätte.

Nach der Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) dürfen Lebensmittel nicht der Gefahr der nachteiligen Beeinflussung ausgesetzt werden. Hieraus ergibt sich die Pflicht eines jeden Lebensmittelverarbeitenden Betriebes das Auftreten von Schädlingen im Vorhinein zu verhindern.

Daneben gibt es verschiedene internationale Standards, denen nach Bedarf Rechnung getragen werden muss. Hierzu zählen der Codex Alimentarius, der International Featured Standards Food (IFS Food), der AIB Standard oder auch der BRC Global Standard Food.

Codex Alimentarius

Grundlegende Texte zur Lebensmittelsicherheit formuliert das 1964 gegründete Komitee für Lebensmittelhygiene. In den allgemeinen Grundsätzen wird auf die Schädlingsbekämpfung näher eingegangen. Zum einen sollten die Gebäude in einem guten baulichen Zustand sein und der Betrieb und die umliegenden Bereiche regelmäßig auf einen Schädlingsbefall inspiziert werden. Auftretende Schädlinge sollen mit chemischen, physikalischen oder biologischen Mitteln so bekämpft werden, dass Lebensmittel nicht negativ beeinflusst werden.

IFS Food

International Featured Standards Food

Der IFS Food ist ein von der Industrie selbst geschaffener Standard. Er dient der Vereinheitlichung, der Schaffung eines durchgängigen Systems der Auditierung und Akkreditierung und soll somit Vergleichbarkeit und Transparenz innerhalb der Lieferkette sicherstellen.

In dem IFS Food wird gefordert, dass innerhalb des Unternehmens ein System zur Schädlingsvorsorge und –bekämpfung existiert. Dieses muss unter anderem ein Monitoringplan, die verwendeten Mittel und Anwendungsvorschriften, die Kontrolldokumentationen und Verantwortlichkeiten enthalten. Die genaue Ausführung ist dem Unternehmen bzw. einem externen Dienstleister überlassen.

AIB (American Institute of Baking)

International Consolidated Standards für Inspection of Prerequisite and Food Safety Programs (AIB Standard)

Der AIB Standard entspricht nicht explizit rechtlichen Anforderungen, sondern soll alle Schritte der Lebensmittelproduktion aus praktischer Sicht beleuchten. Einen wesentlichen Teil dieses Standards nimmt die Schädlingsvorsorge und –bekämpfung ein. Priorität hat logischerweise die Vorbeugung. Hierbei ist dieser Standard sehr detailliert und schreibt einzelne Maßnahmen vor, unter anderem das Schließen der Gebäudehülle. Auch der Einsatz von Fallensystem im Innen- und Außenbereich oder auch die Kontrollintervalle werden durch diesen Standard vorgegeben. Insgesamt ist dieser Standard sehr detailliert.

BRC Global Standard Food

Um Mehrfachauditierungen zu vermeiden, haben sich englische Händler über ihren Zusammenschluss im British Retail Consortium (BRC) 1998 auf einen gemeinsamen Standard geeinigt. Der BRC Standard wurde bereits mehrfach überarbeitet und fordert ein effektives Programm zur Schädlingsvorsorge. Diese muss sorgfältig dokumentiert sein und einer vorher durchgeführten Risikoanalyse entsprechen. Insgesamt ist der BRC Standard detaillierter als zum Beispiel der IFS Standard Food, aber nicht so detailliert wie beispielsweise der AIB Standard.

HACCP

In den genannten Standards wird regelmäßig Bezug auf ein HACCP System genommen. Die Grundlage hierfür wurde 1959 geschaffen, als ein Lebensmittelhersteller Nahrung für den Weltraum schaffen sollt, welches mit hundertprozentiger Sicherheit nicht kontaminiert wäre. Das HACCP-System fußt auf sieben Grundsätzen:

1.       Gefahrenanalyse

2.       Die CCPs (Critical Control Points) identifizieren und festlegen

3.       Grenzwerte bestimmen

4.       Ein System zur Überwachung der CCPs implementieren

5.       Korrekturmaßnahmen bei Abweichung der Normwerte beschreiben

6.       Verfahren zur Verifizierung des HACCP-Systems festlegen

7.       Einführen einer Dokumentation die alle Vorgänge berücksichtigt

Nach den beschriebenen Grundsätzen ist die Schädlingsvorsorge und –bekämpfung ein wichtiger Teil des HACCP-Systems und wird durch uns nach beschriebenem Prinzip ausgeführt.

Wir unterstützen Sie in allen Aspekten der Schädlingsvorsorge. Hierbei erstellen wir ein Monitoringkonzept, installieren alle notwendigen Kontrollstationen und pflegen eine Dokumentation mit allen notwendigen Daten. Diese elektronische Dokumentation erfüllt alle oben genannten Standards. Üblicherweise werden Sie dabei von einem Techniker betreut, der Ihren Betrieb mit der Zeit genau kennt und potentielle Eindringstellen für Schädlinge schnell wahrnimmt. Unser Ziel ist dabei nicht nur die Kontrolle von Köderstationen oder Klebefallen, sondern gemeinsam mit Ihnen die Schädlingsfreiheit in Ihrem Betrieb zu gewährleisten.

Römer BioTec® GmbH 2017