Innovation und Tradition seit 1907

Bekämpfung des Echten Hausschwamm

In der Grundschule Siebethsburg in Wilhelmshaven haben wir im Jahr 2015 im Auftrag der Stadt eine Schwammsanierung durchgeführt, das heißt, Ziel war die Beseitigung von echtem Hausschwamm. Die Bekämpfung eines solchen Befalls ist insofern schwierig, als dass dieser Pilz in der Lage ist Wasser zu transportieren. So ist der Bereich, in welchem dieser Schwamm gefunden wird, nicht unbedingt die Quelle und Lebensgrundlage sein. Der Echte Hausschwamm zählt zu den schlimmsten Gebäudezerstörern, da er tragende Holzkonstruktionen stark schädigt und damit ihrer statischen Wirksamkeit beraubt.

Hausschwamm loswerdenIn dem genannten Objekt traten an den Fußleisten Anzeichen für einen Befall durch einen Schwamm auf. Daraufhin wurden wir mit der Untersuchung des Objektes beauftragt. Nachdem schon durch das Abnehmen der Fußleisten die Hinweise auf einen weitergehenden Schaden deutlich wurden, haben wir einen Teil des Bodens geöffnet, um das Ausmaß des Befalls feststellen zu können. Der erste Augenschein und die Laboruntersuchung bestätigten den Verdacht, dass es sich um echten Hausschwamm handelt.

Der nächste, nun folgende Schritt, war die weitergehende Feststellung, in welchen Bereichen des Gebäudes zum einen der echte Hausschwamm vorliegt, zum zweiten wo die Feuchtigkeitursache liegt. Um die Ausbreitung festzustellen, mussten weitere Teile des Bodens im angrenzenden Flur und dem gegenüberliegenden Raum geöffnet werden. Schließlich stellte sich heraus, dass dass sich der Befall im Schwerpunkt im Flur befand und hier scheinbar an der Außenmauer seine Feuchtigkeitsgrundlage gefunden hatte.Sanierung Hausschwamm

Nun mussten diese Bereiche soweit geöffnet werden, dass alle Bereiche behandelt werden konnten und auch die nach DIN 6800 vorgegebenen Sicherheitsbereiche eingehalten werden konnten. Sämtliche Hölzer mussten 1,5 Meter über die letzten, sichtbaren Myzelstränge herausgeschnitten werden. Daraufhin erfolgte die Behandlung des Mauerwerkes durch Verpressen mit einem Schwammsperrmittel, was zum einen die vorhandenen Myzelstränge abtötet und gleichzeitig einschließt. Auch eine Imprägnierung der Oberfläche erfolgte. So ist sichergestellt, dass der Schwamm bei einem eventuellen Neueintrag durch Wasser nicht wieder aufleben kann. Neu einzubauende Hölzer müssen vorbeugend imprägniert sein, besonders die Bereiche, in denen die Balkenköpfe im Mauerwerk aufliegen, haben wir mit Hilfe von Borsalzen gut geschützt.

Nachdem diese Bereiche geöffnet wurden konnten wir auch die Ursache für den vorliegenden Befall feststellen. Hierzu haben wir die Wände auf Feuchtigkeit untersucht. Hier stellte sich heraus, dass einige Teile der Horizontalabdichtung schadhaft waren. Somit konnte das Wasser in der Wand aufsteigen und in den Hohlraum unter der Decke im Flur gelangen.

Römer BioTec® GmbH 2018